Muttertag mal anders – Ein „Insider-Bericht“ zu GC6EJ1W – Teil eins

Ich muss an dieser Stelle einfach mal den Log von Karin alias „Scubadiver-Fun“ zitieren (sie möge mir verzeihen, dass ich nicht vorher gefragt hab):

Am Sonntag war Muttertag, was hast Du denn schönes gemacht…

Ich? Ich war mit meinem Sohn in Sossenheim und dort haben wir Müll im Wald gesammelt. War ganz schön anstrengend, aber es kam eine Menge zusammen. […] Wir kamen ganz schön ins Schwitzen bei der Menge an Müll an dem heißen Tag.
Ach ja, nach dem Grillen (am Grill stand ein Klingelzwerg ) sind wir am Nachmittag noch aus Spaß auf einen hohen Baum geklettert um einem Häschen „Hallo“ zu sagen und uns in ein Logbuch zu schreiben.

Das hat alles super viel Spaß gemacht! Organisiert war alles von einem Duke und es waren eine Menge Gleichgesinnter dabei!

So, oder so ähnlich hätte am Montag eine Unterhaltung mit Muggeln stattfinden können… und ich frage mich immer wieder warum sie mich dann so komisch anschauen

Damit bringt sie es auf den Punkt. Wir hatten ne Menge Leute vor Ort, viel zu tun, aber auch ne Menge Spaß und nen klasse Spendenerlös. Doch fangen wir ganz am Anfang an…

Begon2016-03-30 13.06.09nen hat alles damit, dass ich einige T5-Caches im Raum Eschborn/Rödelheim/Sossenheim adoptiert habe, um sie vor einer Archvierung zu bewahren. Im Rahmen eines Wartungs-Besuchs bei GC24DEZ fielen mir im Gebüsch Unmengen an Müll auf, die ich unmöglich allein entsorgen könnte, also war recht schnell der Entschluss gefasst, ein CITO zu veranstalten. Doch wie das halt so ist, ein Entschluss allein hilft nicht weiter. Im Verlauf der nächsten Tage war also Planung angesagt. Wie kriegst Du ne Genehmigung von der Stadt, wer holt den Müll ab, woher nimmst Du die Zangen, Handschuhe und Tüten?

Tipp 1: Wenn man oft genug beim Umweltamt anruft, kommt man irgendwann mal zu einem Mitarbeiter durch, der einem dann erklärt, dass das Umweltamt damit in Frankfurt absolut nix zu tun hat. Klar, geht ja auch nicht um die Umwelt (hä?!?), geht ja um ein sauberes Frankfurt. Dafür gibt dann auch passend die Stabsstelle sauberes Frankfurt. Die wiederum telefonieren eigentlich recht gern, wollen letztlich die Unterstützungs-Anfrage aber doch per eMail. Also schnell eine kurze eMail zusammengeklimpert, ein paar Fotos von den Müllhalden beigefügt, einen Plan der Location mit eingefärbten Zielgebieten erstellt und raus damit.

FES-LogoEin paar Tage später dann eine Antwort von der FES: Klar hilft man, zwecks organisatorischer Absprache möge ich doch bitte anrufen (sehr gut, ich hasse nämlich eMail). Details waren schnell geklärt, die wichtigste Frage für mich: Stellt man mir in Anbetracht der sicherlich mehreren Kubikmeter Müll nen Container? Eins weiß ich inzwischen: in Frankfurt über die FES gibt es definitiv keine Container, man ist da leider – wie ich durch Gespräche mit anderen Frankfurter CITO-Ownern bestätigt bekommen habe – in den Verwaltungsabteilungen hochgradig beratungsresistent. Stimmt mich nachdenklich, dass das ausgerechnet in Offenbach besser funktionierte. Aber Tüten und Handschuhe wirft man Dir hinterher wie Kamelle beim Fasching, und auch Greifer bekommt man so viele wie man braucht.

So, damit wäre schon mal das Material und die Abholung geklärt. Jetzt braucht es „nur“ noch nen Motivator, um möglichst viele Mitstreiter anzulocken. Hey, warte mal… Du hast da nen tollen Bach, ne endgeile Location (vom Müll mal abgesehen), Platz bis zum Umfallen und sogar noch nen aktiven T5 – hoff auf gutes Wetter, stell nen Grill hin, pack das Klettergerödel aus und es werden schon genug Bekloppte kommen. Glücklicherweise haben sich diverse Unterstützer gefunden, die Bierzeltgarnituren, Grill und Pavillon mitbringen wollten (zum Grill gleich mehr).

Tipp 2: die Rechnung „Sonne, Grill, Klettern“ geht fast immer auf, da überschlagen sich die Leute fast vor Hilfsbereitschaft 🙂

2016.05.08 - CITO - 020

Als nächstes war das Listing dran. Das war schnell zusammengeklöppelt, sollte ja nicht mega-fancy werden, eher kurz und bündig. Und dann war PR angesagt. Also den Publish bei Facebook kommuniziert und in den regionalen Gruppen Events angelegt. Und so langsam kamen die „Will attend“-Logs, in denen sich auch die eben schon angesprochene Hilfsbereitschaft zeigte. Denn eigentlich, ja eigentlich… Ich habe keinen Grill (mehr), hatte also einen Mietgrill organisiert. Der jedoch hätte nicht unwesentlich Geld gekostet (das günstigste Angebot lag bei 80€), was mich dazu veranlasst hat, eine Spardose mitbringen zu wollen, wo man mich hätte bei den Kosten unterstützen können. Aber auch hier kam wieder jemand mit einem unschlagbaren Angebot: Maik vom Team klingelzwerge bot an, seinen Cacher-Event-geprüften Garten-Grill mitzubringen. Ich weiß nicht mehr, was mich auf die Idee brachte, aber irgendwie kam der Entschluss, dass die Spardose trotzdem mitkommen sollte, nun aber um wieder Spenden für die Schmetterlings-Kinder zu sammeln. Als ich das bei Facebook und per Announcement kommuniziert hatte – gemeinsam mit der Anfrage nach Bierzeltgarnituren – kamen gleich zwei Angebote, einmal von Armin „Flypirat“ und von meinen beiden Vorstandskollegen Annika „annimiles“ und Robert „reality666“. Ich war happy!

Irgendwie hat sich im Laufe der nächsten Tage die Idee mit der Spendensammlung auch bis zum Thüringer Geocaching e.V. rumgesprochen. Ich kann mir auch ganz gut vorstellen, wer da „gepetzt“ hat 🙂 Jedenfalls fand man da die Idee wohl auch ganz nett, so dass man uns eine der letzten 3 Coins der XLE-Version der Schmetterlings-Coin zur Versteigerung zur Verfügung gestellt hat.

So, und jetzt mach ich ne kreative Pause, Teil zwei schreibe ich in den nächsten Tagen. Bleibt neugierig

1 Kommentar

  1. Super ge(be)schrieben, Lutz! Glückwunsch zum gelungenen Motivieren und dem vollen Ergolg! Die Geocacher-Gemeinschaft beginnt sich zu entwickeln und etablieren. Das gefällt mir sehr!
    Liebe Grüße an alle!
    Nobert aka norbparvus

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