Regierungspräsidium Gießen gibt Hilfestellung zum naturverträglichen Geocaching

Heute sind wir auf auf folgende Pressemeldung des Regierungspräsidiums Gießen aufmerksam geworden:


Regierungspräsidium Gießen gibt Hilfestellung zum naturverträglichen Geocaching

02.05.2013 – Pressemitteilung

Geocaching, eine moderne Art der Schnitzeljagd, erfreut sich immer größerer Beliebtheit und entwickelt sich mehr und mehr zum Volkssport. Gerade Kinder und Jugendliche haben diese Freizeitbeschäftigung in der Natur für sich entdeckt. Beim Geocaching werden sogenannte Caches („Schätze“) an unterschiedlichen Orten versteckt und mittels eines GPS-Systems aufgespürt. Viele Institutionen wie Volkshochschulen, Kirchen, Schulen, Jugendwerke und Vereine haben inzwischen auf den Trend reagiert und bieten Geocaching-Veranstaltungen an. Auch bei den Ferienspielen vieler Kommunen ist diese Art der Schatzsuche bereits fester Bestandteil der Programme.

Kerstin Roth und Dr. Christine Pitzke-Widdig von der Oberen Naturschutzbehörde des Regierungspräsidiums (RP) Gießen weisen jedoch auf die möglichen Konflikte des Geocachings mit den Naturschutzbelangen hin. „Oftmals werden die Caches an sehr abgelegenen Stellen an Bäumen, Felsen oder in Höhlen und Steinbrüchen versteckt, die gleichzeitig als Brutstätten oder Rückzugsgebiete scheuer, oft seltener und besonders geschützter Tierarten dienen“, so die Experten. Gerade für Vögel wie den Uhu oder den Wanderfalken seien diese wiederkehrenden Störungen, die häufig aus Unkenntnis geschehen, problematisch und hätten nicht selten die Aufgabe der Brut zur Folge. Auch Fledermäuse und seltene Käfer können beim Geocaching beeinträchtigt werden.

QR-Code zur RP-Home-Page unter der Rubrik Umwelt & Verbraucher > Naturschutz > Nationale Schutzgebiete > Naturschutzgebiete > NSG und FreizeitUm hier zu sensibilisieren und aufzuzeigen, wie Geocaching mit Natur- und Artenschutz vereinbar ist, hat das Regierungspräsidium Gießen den Flyer „Geocaching und Naturschutz – (k)ein Konflikt“ entwickelt. Dieser gibt Hinweise zu ungeeigneten Verstecken und informiert auch über entsprechende gesetzliche Regelungen. Gerade bei Geocaching-Angeboten im Rahmen der  Kinder- und Jugendarbeit soll dieses Informationsangebot dazu beitragen, rücksichtsvolles Verhalten in der Natur frühzeitig zu üben.

Oben genannte Institutionen, aber auch andere Interessierte, können den Flyer in Papierform anfordern (Tel. 0641-3035589 E-Mail angela.hubner@rpgi.hessen.de) oder von der RP-Home-Page unter der Rubrik Umwelt & Verbraucher > Naturschutz > Nationale Schutzgebiete > Naturschutzgebiete > NSG und Freizeit, zu der auch der beigefügte QR-Code führt, mit weiteren Hinweisen herunterladen.

(Quelle: Pressemitteilung des RP Gießen am 02.05.2013)


Hier auch direkt die Links zu beiden Flyern:

Sehr schön, dass hier ein Regierungspräsidium versucht, Aufklärungsarbeit zu leisten und dafür offensichtlich auch Stammtische u.ä. besucht. Weiter so!

Wir (bzw. damals noch ich/annimiles) haben daraufhin auch einmal das Regierungspräsidium Darmstadt kontaktiert, die ja in letzter Zeit auch häufiger Geocacher bezüglich ihrer Verstecke anschreiben, und vorgeschlagen, hier einmal eine offene Zusammenarbeit anzustreben: Das Problem ist in meinen Augen nämlich nicht, dass Geocacher mit „Absicht“ etwas Falsches tun – sondern dass sie es stellenweise einfach nicht besser wissen:
Wer sind die richtigen Ansprechpartner um eine Erlaubnis einzuholen?
Was sind geeignete Verstecke, die naturverträglich sind und trotzdem „besonders“?

Gerne würden wir dafür die Verantwortlichen des Regierungspräsidiums, der Stadt und des Forstes auch einmal mit den Geocachern an einen Tisch bringen…
Jetzt müssen wir allerdings erst einmal auf die Reaktion des RPs warten 😉

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Bildquellen:
Herr Gruber Dieter (Hobbyfotograf) / pixelio.de (Titelbild)
Regierungspräsidium Gießen (QR-Code)

 

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